David Fessler: “Silberparty hat nicht einmal richtig begonnen” |
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Der renommierte Energieexperte David Fessler machte zur Jahreswende darauf aufmerksam, dass Silber der Entwicklung von Gold derzeit hinterher hinke. Genau wie auch Jim Rogers sieht Fessler aus diesem Grunde eine großartige Möglichkeit für Investitionen, um an prognostizierten Preissteigerungen des weißen Metalls, das gegenüber Gold einiges an Aufholpotenzial aufweise in den kommenden Monaten, vollumfänglich zu partizipieren. David Fessler ist anerkannter Experte auf den Gebieten Energie und Infrastruktur beim Oxford Club, eines der weltweit exklusivsten und meist renommierten Netzwerke für Privatinvestoren. Als überaus engagierter Autor schreibt David “Hot Stacked”, einen monatlich erscheinenden und konzentrierten Überblick über die Energie- und Infrastrukturmärkte in Communique. Er schreibt ebenfalls wöchentlich Beiträge für Investment U (www.investmentu.com), der Sparte für kostenfrei erhältliches Investmenttraining mit mehr als 355.000 aktiven Abonnenten, von deren Seite wir seine zuletzt publizierten Ausführungen hier übernehmen. Seine Artikel finden weite Verbreitung und Seeking Alpha führt David in der Gruppe der Top 100 der am schnellsten emporstrebenden Autoren anhand ihrer Leserzahlen. David erschien in der Glenn Beck Show auf dem Sender Fox News, in welcher er einer der ersten Journalisten gewesen ist, die den Crash am gewerblichen Immobilienmarkt vorhersagten. Bevor er sich im Alter von 47 Jahren zur Ruhe setzte, arbeitete David als Vizepräsident für strategische Geschäftsentscheidungen bei LTX Corporation sowie als Vizepräsident für Geschäftsoperationen, Vertrieb und Marketing bei Quality Telecommunications, Inc. Mit 25 Jahren Erfahrung im Geschäftsleben, Vertrieb, Marketing und allen anderen wichtigen Aspekten im Bereich der Geschäftsentwicklungen und Start-up Unternehmen, besitzt und leitet David heute selbst zwei erfolgreiche Unternehmen und ist überdies ein erfolgreicher Langfrist-Investor wie auch renommierter Experte in den Bereichen der Chipindustrie, Telekommunikation, Energie und Infrastruktur. Man muss sich in diesen Tagen nicht lange suchen, ohne irgendwo zu hören, wie hoch Gold im Preis noch steigen wird. Das gesamte Thema wird seit geraumer Zeit bereits aufs Schärfste in den Mainstream Finanzmedien diskutiert – insbesondere unter Investoren, die erst spät auf der Partybühne erschienen. Aber erscheinen sie denn tatsächlich spät oder beginnt die “Party” erst noch richtig? Investoren, die den Gold-ETF SPDR Gold Trust oder Goldminenfirmen wie Newmont Mining und Yamana Gold gekauft haben vor einem Jahr konnten sich freuen, dass Ihre Investments im Wert um 54%, 83% und 184% geklettert sind. Aber Gold wird weiter ansteigen. Große Käufe von Notenbanken aus China, Indien und Russland am offenen Markt unterstützen den Preis im Hinblick auf ein weiteres Ansteigen. Vor ungefähr einem Jahr verkauften dieselben Zentralbanken noch Gold am Markt in dem Versuch, eine jährliche Angebotslücke von 10.000 Tonnen zu schließen. Wenn Gold in den Rallyemodus übergeht zieht es andere Edelmetalle oftmals mit nach oben. Chef unter diesen Metallen ist Silber. Unter Bezugnahme auf einen gewissenhaft beobachteten Indikator hat sich Silber jedoch zuletzt ein wenig als Nachzügler entpuppt. Und genau diese Tatsache öffnet die Tür für eine große Chance, von der hoch renommierte Rohstoffexperten wie Jim Rogers sagen, dass sie offen vor uns liege. Silber: Das “andere” GoldGold und Silber sind wie Blutsbrüder – allgemein im Gleichlauf miteinander und dazu tendierend, zusammen in dieselbe Richtung zu laufen. Dieses Verhältnis ist derart ausgeprägt, dass sogar ein Indikator eingeführt wurde, der diesen Gleichlauf misst – die Gold/Silber Ratio. Viele Investoren nutzen dieses Verhältnis, um sich einen Überblick über Extreme in der Preisentwicklung beider Edelmetalle zu verschaffen und nach Trends zu suchen, egal ob nach oben oder nach unten. Unter Berücksichtigung eines Goldpreises bei $1,191 [zum Jahreswechsel] und Silber bei $18,63 [zum Jahreswechsel], liegt dieses Verhältnis momentan bei 64:1 – ein gutes Stück oberhalb seines erreichten 1-Jahrestiefs im September 2009. Aber in 2008 erreichte dieses Verhältnis 84:1, bevor sich die Situation umkehrte. Da individuelle Investoren und Zentralbanken weiterhin Gold kaufen deutet sein kometenhafter Anstieg auf Zeichen des Auslaufens dieser Rallye hin … zumindest für den Moment. Ein sich daraus ableitendes Ergebnis ist, dass das Gold/Silber Verhältnis darauf hinweist, dass Silber noch einiges nachzuholen hat. Jedoch weist Silber einen großen Vorteil gegenüber Gold auf… Die Angebots-Nachfrage Situation bereitet den Boden für steigende SilberpreiseUngleich Gold wird Silber in vielen kommerziellen und industriellen Anwendungen verbraucht. Die Liste, in welchen Bereichen es zum Einsatz kommt, ist sehr lang – elektronische Kontakte, Spiegel, Schmuck, Währungsmünzen, fotografische Filme und als Katalysator in vielen chemischen Reaktionen. Wie auch immer, die Silberproduktion ist weiter am Sinken. Ein großer Teil der Gewinnung erfolgt als so genanntes Nebenprodukt aus dem Minenabbau und der Raffinierung anderer Metalle, hier in erster Linie Zink und Blei. Unter Berücksichtigung jedoch sinkender Preise, die durch ein Überangebot hervorgerufen werden, wurden viele Blei- und Zinkminen geschlossen im Jahr 2008. Das Resultat war, dass die Silberproduktion zusammen mit der Blei- und Zinkgewinnung zu einem Halt kam – und die Bestände heute auf einem historisch niedrigen Niveau liegen. Dies ist die Angebotsseite des Gleichgewichts. Aber wie sieht es aus im Bereich der industriellen Nachfrage? Um es kurz zu machen: sie fährt damit fort anzusteigen. Da die Angebotsseite in Bezug auf die Silberproduktion also hinterher hinkt, werden die Silberpreise zukünftig wahrscheinlich nur in eine Richtung tendieren: nach oben. Es gibt noch einen anderen großen Unterschied zwischen Gold und Silber… Ignorieren Sie Silber nicht … sondern begeben Sie sich auf den Pfad von Jim RogersDie meisten Fondsmanager würden Silber unter keinen Umständen auch nur in Erwägung ziehen für ihre Investitionen. Der Grund? Mit ungefähr $9 Milliarden ist die Größe und Liquidität des Silbermarktes in etwa 20 Mal kleiner als derjenige des Goldmarkts. Es dürfte sich dennoch als großer Fehler erweisen, Silber komplett zu ignorieren. Da die Angebotsseite sich weiter abschwächen wird und die Nachfrage im Gegensatz dazu anhaltend steigt, könnte das weiße Metall tatsächlich einen dramatischen Anstieg nach oben vollziehen in den kommenden drei bis sechs Monaten – sogar dann, wenn der Goldpreis fällt. Und dann ist da Jim Rogers…Erst im vergangenen Oktober machte Rogers, einst Mitgründer des Quantum Fonds, darauf aufmerksam, dass der US-Dollar damit fortfahren wird, im Wert zu fallen, und dass werthaltige Vermögenswerte wie Gold, Silber und landwirtschaftliche Produkte hervorragende Werte in dem sich zukünftig abzeichnenden inflationären Umfeld darstellten. Wer also einen Fuß in den Silbermarkt hinein bekommen möchte, sollte darüber nachdenken, sich einige Anteile am ETF Silver Trust zu sichern oder in Silberminen wie Silver Wheaton zu investieren. Ein langfristig sinkender US-Dollar weist darauf hin, dass während der kometenhafte Anstieg im Gold immer noch Platz nach oben besitzt, der Anstieg im Silber noch gar nicht richtig gestartet hat. Sind Sie der Meinung, dass der Goldpreis in den USA auf hohem Niveau notiert? Dann sollten Sie einmal nach Vietnam schauen, wo der Preis jüngst $1.300 pro Unze erreicht hat. Der Grund? Angebot und Nachfrage. Vor zwei Jahren sahen die Investoren in Vietnam Investitionen in Gold als Absicherung gegen Inflation, wie jeder andere auch. Und dies ebenfalls aus einem anderen guten Grunde: Im Jahr 2008 überschritt die Inflation in dem südostasiatischen Land bereits die Marke von 20%. Das Resultat: Nervöse vietnamesische Investoren begannen Gold zu kaufen. Sehr viel Gold. Die Regierung wurde darauf aufmerksam und sorgte sich über diese Entwicklung, da zu viel Bargeld der Einwohner des Landes in das Metall hinein floss. Sie stoppte daraufhin die Importe von Gold. Und im Zuge des sich beschleunigenden Aufwärtstrends im Gold in den letzten paar Monaten, schlug Vietnam einen Aufpreis von $60 pro Unze auf das gelbe Metall. Aber als der Goldpreis über $1.120 pro Unze anstieg, erreichte der Preis in Vietnam ein Rekordhoch von $1.300 pro Unze, nachdem die Investoren in Panik versuchten, sich jedweden Anteil zu sichern, den sie kriegen konnten. Diese Situation führte dazu, dass die vietnamesische Regierung einen Schritt zurück machen musste, die Importkontrollen senkte und den Preisen erlaubte, sich auszugleichen mit denjenigen im Rest der Welt.
Anm.: Wer sich über die Geschehnissen in Vietnam informieren möchte, der liest nochmals “Vietnamesen flüchten aus Landeswährung Dong”. Fessler macht in anschaulicher Weise darauf aufmerksam, was passiert, wenn Regierungen versuchen sollten, den Goldhandel zu kontrollieren, indem sie ihren Finger darauf drücken: der Schwarzmarkt explodiert, die Preise schießen in die Höhe, das Vertrauen der Bevölkerung in die Landeswährung sinkt nahe Null und ein Run beginnt, der sich in diesem Umfeld erst richtig entwickelt und Eigendynamik aufweist. Ansonsten teilen wir die Meinung, dass Silber gegenüber Gold das wahrscheinlich noch bessere Investment ist, wohingegen Gold hier nicht schlecht geredet werden soll. Wir haben jedoch in der Vergangenheit schon immer diese Meinung vertreten und werden es weiter tun. Silber ist bis dato noch niemals mit einem Verbot belegt worden, da es einfach zu wichtig ist im Hinblick auf die Nutzung in den kommerziellen und industriellen Wirtschaftssektoren. Und gegenüber Gold kommt es eben tatsächlich zum Einsatz und wird verbraucht. Gold dagegen findet lediglich Verwendung und wird verarbeitet in der Schmuckindustrie. Das war es dann aber auch schon größtenteils. Man sollte sich an die Ausführungen von Gerald Celente erinnern (siehe nochmals: “Synchronisiertes Celente-Interview in Videoform jetzt komplett”, der einmal mehr auf die Geschehnisse in den 1930iger Jahren aufmerksam machte, als Gold durch die Regierung zu einem festgesetzten Preis konfisziert und danach die Landeswährung im Preis stark abgewertet wurde. Auf diese Weise wurden die ehemaligen Goldhalter fast zur Hälfte enteignet. Wer will wissen, ob sich so etwas zukünftig nicht erneut wiederholt? Ereignisse wie diejenigen in Vietnam geben einen Vorgeschmack auf das, was Regierungen rund um die Welt – und insbesondere in den USA und Europa – noch einfallen könnte, wenn sie erst einmal richtig mit dem Rücken zur Wand stehen! Und genau deshalb empfehlen wir hier – entgegen den Ratschlägen von Fessler – nochmals, nicht auf ETFs, sonstige Scheine oder Gold- und Silberpapierinvestments zu setzen, sondern auf rein PHYSISCHE Käufe (!) der Metalle. Zum SPDR Goldtrust hatten wir vor Längerem einiges ausgeführt, die Spatzen pfeifen bereits von den Dächern, dass die Anteile der Investoren angeblich nicht vollumfänglich gedeckt sein sollen, wenn sie alle auf physische Lieferung gleichzeitig bestehen. Warum sich also einem solchen Risiko aussetzen, wenn man selbst eine gute Möglichkeit zur Lagerung physischer Bestände hat? Wer will im Falle eines Marktcrashs á la Island gerantieren, dass die Anrechte auf die Papierscheinchen überhaupt noch ausgeliefert werden?
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